Bestattungshaus Wünnemann

Die letzte Ehre – Symbolik des Sargtragens

Einfach loslassen geht nicht!
Kann ich einen Sarg auch selbst tragen?

So viele Fragen gibt es rund um Bestattung, Tod, Abschiednehmen und Trauer.

Wie lange könnte ein toter Mensch zu Hause bleiben?
Darf man Tote anfassen?
Können auch Angehörige den Verstorbenen ankleiden?
Womit wird ein verstorbener Mensch bekleidet?
Ist die Lieblingsflasche Wein als Sargbeigabe erlaubt?
Kann man von dem Toten noch Tage später Abschied nehmen?
Was ist eine Aussegnung?
Und wenn man nicht in der Kirche ist?
Kann ich auch selbst eine Schmuckurne häkeln, stricken oder nähen?

Ist eine Trauerfeier in meinem Wohnzimmer oder im Garten erlaubt?
Kann ich zusammen mit meinem Hund beerdigt werden?
Darf ich die Urne / den Sarg auch selbst tragen?


Darf ich den Sarg oder die Urne auch selbst tragen?
Antwort: Ja!

Sie können einen geliebten Menschen auch selber bis zum Grab geleiten oder die Urne selbst tragen.
Ist in früheren Jahren ein Mensch verstorben, so ist ein Familienangehöriger, die Totenfrau, Schreiner/-in oder der Bestatter oder die Bestatterin in der Nachbarschaft oder im Freundes- und Familienkreis umgegangen, um Leute anzusprechen, denen die Ehre gebührte, den Sarg aus der Kirche oder der Trauerhalle zum Grab zu tragen.

Die letzte Ehre!

In der heutigen Zeit ist es für die meisten befremdlich, wenn man sie nach diesem letzten Liebesdienst fragt. Unsicherheit wie: „Ich habe das noch nie gemacht“ oder „ich weiß nicht, ob ich das alles richtig mache“, „was muss ich da anziehen?“, sind Fragen, auf die man stößt.

Die Angst, alles richtig und korrekt machen zu wollen, überwiegt zu dem Aspekt des letzten wirklichen LIEBESDIENSTES für einen Menschen, den ich kannte, mit dem ich in Verbindung stand, sei es als Nachbar, Freund oder Verwandter, ein Mensch, mit dem ich verbunden war auf ganz unterschiedlichste Weise.

Heute kennen wir „das Selbsttragen“ noch von Schützen, Feuerwehrleuten, Polizisten oder Soldaten,
die ihren Kameraden diesen ehrenvollen Dienst erweisen. Für mich immer sehr bewegend, dieses zu sehen.

In manchen Städten, so muss ich gestehen, ist es auch gar nicht mehr möglich, selbst, aus eigenen
Reihen, diesen letzten Liebensdienst zu organisieren und zu leisten. Hier werden ausschließlich städtische Träger zugelassen – aus verschiedensten Gründen …

Woher kommen eigentlich Träger?

Das ist regional total unterschiedlich.
Träger werden gestellt von Stadtverwaltungen, Kirchen, Friedhofsbetreibern, Bestattern, Sargträgervereinen, Vereinen, Trägergemeinschaften, Sargträgerfirmen. Hier sind es oft Rentner, die diese Tätigkeit als Aushilfsjob tätigen oder Vollzeitangestellte, die dem Beruf des „Tragens“ nachgehen.

Das Abstreifen der weißen Trägerhandschuhe und der Wurf dieser in das Grab ist symbolisch eine Geste des Abstreifens / Berührung mit dem Tod zu sehen. Die Träger lassen symbolisch den Tod (die Handschuhe) zurück im Grab, streifen den Tod ab und gehen wieder zurück ins Leben. Ein Wissen, das heute leider oft falsch interpretiert wird, wie „jetzt schmeißen die Träger auch noch den Müll ins Grab“.

Natürlich haben wir, das Bestattungshaus Wünnemann, auch Träger, die wir für sie bestellen können. Nach Ihren Wünschen sind diese gekleidet, haben Talare mit und ohne Pellerinen, tragen Anzug oder Mantel, Zylinder oder Dreispitz. Es ist ihr Beruf, Menschen zu tragen und in die Erde abzusenken. Sie sind einheitlich angezogen, wissen, wann und wo man dem Toten mit einer Verneigung die Ehre erweist. Profis.

Als Familienangehöriger, Freund oder Nachbar muss ich nicht einheitlich angezogen sein, ich brauch keinen Zylinder, ich muss die abgestreiften Handschuhe nicht gleichzeitig mit den anderen Trägern ins Grab werfen: Ich muss einfach nur Mensch sein mit Herz. Zugegeben: Es sollten schon 6 Träger sein, da so ein Sarg doch schwer ist, aber mit 6 Personen ist es keine körperliche Höchstleistung, die ich nur als Fitnessclubbesucher bewältigen könnte. Wir, als Team vom Bestattungshaus Wünnemann, sind die ganze Zeit an Ihrer Seite, sagen wo und wann angehoben werden muss und in welche Richtung es geht.

Beraten mit Verstand – Begleiten mit Herz

… dafür stehen wir mit unserem Namen.

Ich möchte Ihnen Mut machen, „Ja“ zu sagen, wenn Ihnen vielleicht einmal die Ehre zu Teil wird, jemanden diesen letzten Liebesdienst des Tragens erweisen zu dürfen.
Vielleicht möchten Sie auch noch weitere der oben aufgeführten Fragen beantwortet wissen.

Rufen Sie uns an unter Telefon 02303 - 95 31 85,
schreiben Sie uns eine E-Mail unter info(at)bestattungen-wuennemann.de
oder eine What’?s App unter 0176 - 55 99 61 30.

Bestattungshaus Wünnemann
Inh. Claudia Wünnemann

Massener Bahnhofstraße 39
59427 Unna-Massen
Telefon: 02303 - 95 31 85